Worum es geht
Das Prüfintervall am Kundentyp legt fest, wann ein freigegebener Fall zur Überprüfung ansteht. Es ist die Umsetzung der laufenden Überwachung — und die einzige Einstellung, die überhaupt Wiedervorlagen entstehen lässt.
So stellen Sie es ein
Adminbereich → Kundentypen, den Kundentyp bearbeiten, im Abschnitt der Prüf-Regeln das Prüfintervall in Monaten eintragen.
Bei der Freigabe rechnet Soverra: Freigabedatum plus Intervall ergibt den Stichtag der nächsten Überprüfung.
Ohne Intervall keine Wiedervorlage
Lassen Sie das Feld leer oder tragen Sie 0 ein, wird nie ein Stichtag geplant. Der Fall taucht nie in der Wiedervorlagenliste auf, und Ihr Kunde wird nie zur Bestätigung aufgefordert.
Wenn Ihre Wiedervorlagenliste dauerhaft leer bleibt, obwohl Sie laufende Kunden betreuen, ist ein fehlendes Prüfintervall die wahrscheinlichste Ursache.
Bei einmaliger Prüfung bleibt es wirkungslos
Steht der Kundentyp bei der Art der Geschäftsbeziehung auf Einmalige Prüfung, wird gar keine Wiedervorlage geplant. Ein eingetragenes Intervall wird ignoriert.
Lassen Sie das Feld bei solchen Kundentypen leer, damit niemand im Team einen Termin erwartet, der nie kommt.
Ein sinnvolles Intervall wählen
Das Gesetz nennt keine feste Frist, sondern verlangt einen risikoorientierten Ansatz: Je höher das Risiko, desto häufiger die Überprüfung.
| Risikoprofil des Kundentyps | Übliches Intervall |
|---|---|
| niedrig — inländische Einzelunternehmer, einfache Strukturen | 36 Monate |
| normal — inländische Kapitalgesellschaften | 24 Monate |
| erhöht — ausländische Gesellschaften, komplexe Beteiligungen | 12 Monate |
Das sind Erfahrungswerte, keine Vorgaben. Was für Sie angemessen ist, ergibt sich aus Ihrer Risikoanalyse.
Der 12-Monats-Deckel
Unabhängig von Ihrer Einstellung gilt: Haben in einem Fall die verstärkten Sorgfaltspflichten gegriffen — etwa wegen einer politisch exponierten Person —, wird die nächste Überprüfung auf spätestens zwölf Monate gesetzt.
Der Deckel greift automatisch, auch bei einem Kundentyp mit 24 oder 36 Monaten. Sie müssen nichts umstellen.
Wenn Sie das Intervall ändern
Änderungen wirken auf künftige Freigaben. Bereits geplante Stichtage bleiben, wo sie sind.
Wollen Sie einen bestehenden Fall früher überprüfen, stoßen Sie die Überprüfung einfach von Hand an — das geht jederzeit aus der Wiedervorlagenliste heraus.
Gut zu wissen
Kurze Intervalle sind nicht automatisch besser. Jede Überprüfung bedeutet Aufwand bei Ihnen und Kontakt mit Ihrem Kunden. Zu häufige Anfragen werden irgendwann ignoriert — und ein routiniert weggeklicktes „alles unverändert" ist wenig wert.
Vorziehen ist immer erlaubt. Erfahren Sie zwischendurch von einer Änderung, warten Sie nicht auf den Stichtag.
Ohne hinterlegte E-Mail-Adresse passiert nichts. Solche Fälle werden bei der Wiedervorlage übersprungen und gemeldet.
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