Worum es geht
Sie wollen einen Fall anlegen und bekommen stattdessen eine Sperre. Bevor Sie den Tarif wechseln: In den meisten Fällen gibt es einen schnelleren Weg — und Sie verlieren durch die Sperre nichts.
Was die Sperre nicht bedeutet
Es wird nichts gesperrt, was schon da ist. Alle Fälle bleiben offen, bearbeitbar und exportierbar. Laufende Prüfungen laufen weiter, Nachforderungen funktionieren, Freigaben ebenso.
Es wird nichts gelöscht.
Bestandsnutzer werden nicht ausgesperrt. Auch wenn Sie über dem Nutzerlimit liegen, arbeiten alle weiter.
Begrenzt ist ausschließlich das Anlegen von Neuem.
Welche Achse ist es?
Die Meldung sagt es Ihnen. Es gibt zwei getrennte Fall-Limits, und sie verlangen unterschiedliche Reaktionen.
Laufende Fälle sind voll. Ihr Bestand ist erschöpft — Fälle in Prüfung, in Aktion nötig oder abgeschlossen mit laufender Geschäftsbeziehung.
Neue Fälle im Monat sind voll. Sie haben das Monatskontingent für Neuanlagen ausgeschöpft.
Wenn der Bestand voll ist
Das ist der Fall, den Sie meist selbst lösen können.
Beenden Sie Geschäftsbeziehungen, die faktisch beendet sind. Jeder Kunde, der gekündigt hat oder weggezogen ist, gehört ohnehin geschlossen. Das nimmt ihn aus der Zählung und startet die gesetzliche Aufbewahrungsfrist — ein Schritt, der sonst gern vergessen wird.
Gehen Sie einmal durch Ihre abgeschlossenen Fälle. Erfahrungsgemäß finden sich dort mehr inaktive Kunden als erwartet.
Entwürfe aufräumen. Angelegte, aber nie verfolgte Fälle in den Papierkorb schieben. Sie zählen dann nicht mehr zum Bestand.
Wenn das Monatslimit voll ist
Hier hilft Aufräumen nicht. Die Monatsachse zählt jede Anlage im Kalendermonat, auch später gelöschte oder abgelehnte Fälle. Anlegen und wieder Löschen umgeht das Limit nicht — das ist Absicht.
Es bleiben zwei Wege:
Warten. Am ersten Tag des neuen Monats beginnt die Zählung wieder bei null.
Tarif wechseln. Wirkt sofort.
Wenn Sie überwiegend einmalige Prüfungen machen, ist diese Achse fast immer Ihre Engstelle — Ihre Fälle sind nach der Freigabe abgeschlossen und belasten den Bestand kaum.
Die Warnung ab 80 Prozent
Soverra weist Sie je Achse darauf hin, sobald 80 Prozent erreicht sind. Diese Warnung sollten Sie ernst nehmen: Der Zeitpunkt, an dem Sie tatsächlich anstoßen, ist meist der ungünstigste — mit einem wartenden Kunden.
Den passenden Tarif finden
Zwei Fragen:
Wie viele Kunden betreuen Sie dauerhaft? Das bestimmt die Bestandsachse.
Wie viele Prüfungen starten Sie im Monat? Das bestimmt die Monatsachse.
Nehmen Sie Ihre tatsächlichen Zahlen der letzten Monate, mit etwas Luft nach oben. Beide Limits sind je Tarif gleich hoch — 25 laufende Fälle bedeuten also auch 25 neue Prüfungen pro Monat.
Gut zu wissen
Jede geprüfte Vertragspartei ist ein eigener Fall. Wer bei einer Transaktion beide Seiten prüft, verbraucht zwei.
Der Papierkorb entlastet nur den Bestand. Auf die Monatsachse wirkt er nicht.
Eine Kündigung fällt auf Free zurück, nicht auf die zuvor bezahlten Limits. Das trifft vor allem die Nutzerzahl.
Der Wechsel geht sofort. Über das Zahlungsportal, in beide Richtungen.
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