Worum es geht
Jeder Tarif hat zwei Fall-Limits, nicht eines. Sie funktionieren unterschiedlich, und wer nur das eine kennt, wundert sich über die Sperre beim anderen.
- Laufende Fälle — wie viele Fälle Sie gleichzeitig im Bestand haben dürfen
- Neue Fälle (Monat) — wie viele Sie in einem Kalendermonat neu anlegen dürfen
Beide sehen Sie im Adminbereich unter Abrechnung, jeweils mit aktuellem Stand.
Laufende Fälle: der Bestand
Als laufender Fall zählt jeder Fall, der einen dieser Zustände hat:
- In Prüfung
- Aktion nötig
- Abgeschlossen, solange die Geschäftsbeziehung nicht beendet ist
Nicht mitgezählt werden Entwürfe, abgelehnte Fälle, Fälle mit beendeter Geschäftsbeziehung und alles im Papierkorb.
Diese Achse können Sie entlasten. Wenn ein Kunde weg ist, beenden Sie die Geschäftsbeziehung — der Fall verschwindet aus der Zählung, bleibt aber mit vollständiger Dokumentation erhalten. Das ist ohnehin der Schritt, der die Aufbewahrungsfrist startet. Bei Kundentypen mit einmaliger Prüfung passiert das automatisch bei der Freigabe; solche Fälle belasten den Bestand also nur, solange sie in Bearbeitung sind.
Neue Fälle im Monat: der Durchsatz
Diese Achse zählt schlicht, wie viele Fälle Sie seit dem Monatsersten angelegt haben. Am ersten Tag des neuen Monats beginnt die Zählung wieder bei null.
Diese Achse können Sie nicht entlasten. Gelöschte Fälle zählen weiterhin mit — auch solche im Papierkorb. Anlegen und wieder Löschen umgeht das Limit also nicht. Wer im Monat 30 Fälle anlegt und 25 davon verwirft, hat trotzdem 30 verbraucht.
Die Limits je Tarif
| Tarif | Laufende Fälle | Neue Fälle pro Monat |
|---|---|---|
| Free | 5 | 5 |
| Starter | 25 | 25 |
| Pro | 100 | 100 |
| Business | 300 | 300 |
| Enterprise | unbegrenzt | unbegrenzt |
Ab 80 Prozent Auslastung weist Soverra Sie je Achse darauf hin. Am harten Limit greift die Sperre.
Gut zu wissen
Jede geprüfte Vertragspartei ist ein eigener Fall. Wenn Sie bei einer Transaktion beide Seiten prüfen müssen, sind das zwei Fälle — auch wenn es aus Ihrer Sicht ein Vorgang ist.
Limits greifen nur beim Anlegen. Sie verlieren nie den Zugriff auf Bestehendes. Laufende Prüfungen werden nicht unterbrochen, Bestandsnutzer nicht ausgesperrt, und sämtliche Daten bleiben lesbar und exportierbar. Auch eine Rückstufung auf Free schaltet nichts ab, was schon da ist.
Die Meldung sagt, welche Achse blockiert. Bei der Sperre steht in der Meldung, ob der Bestand voll ist oder das Monatskontingent. Beim Bestand hilft Beenden, beim Monatskontingent nur der nächste Monat oder ein größerer Tarif.
Für einmalige Prüfungen ist die Monatsachse die entscheidende. Wer viele Einzelprüfungen macht, füllt den Bestand kaum, stößt aber schnell an das Monatslimit. Bei laufenden Geschäftsbeziehungen ist es umgekehrt.
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