Wie Wiedervorlagen funktionieren

Worum es geht

Die Sorgfaltspflichten enden nicht mit der Freigabe. Angaben veralten: Gesellschafter wechseln, Ausweise laufen ab, Geschäftsmodelle ändern sich. Das Gesetz verlangt deshalb, die Daten in angemessenen Abständen zu aktualisieren.

Soverra erinnert Sie daran — sofern der Kundentyp ein Prüfintervall hat.

Wie der Stichtag entsteht

Bei der Freigabe rechnet Soverra: Freigabedatum plus Prüfintervall des Kundentyps ergibt das Datum der nächsten Überprüfung.

Ein Kundentyp mit 24 Monaten, freigegeben am 06.08.2026, ergibt den 06.08.2028.

Ohne Prüfintervall am Kundentyp gibt es keinen Stichtag und damit keine Wiedervorlage.

Der 12-Monats-Deckel

Haben im Fall verstärkte Sorgfaltspflichten gegriffen, wird der Stichtag auf spätestens zwölf Monate gesetzt — auch wenn der Kundentyp 24 oder 36 Monate vorsieht.

Der Deckel greift automatisch. Sie müssen nichts umstellen.

Bei einmaligen Prüfungen entfällt das

Steht der Kundentyp auf Einmalige Prüfung, wird gar keine Wiedervorlage geplant. Ein dort eingetragenes Prüfintervall bleibt wirkungslos.

Das ist konsequent: Es gibt keine fortlaufende Geschäftsbeziehung, deren Daten aktuell zu halten wären.

Was Sie sehen

Unter Wiedervorlagen stehen alle fälligen und demnächst fälligen Fälle. Von dort stoßen Sie die Überprüfung an — einzeln oder gesammelt. Ihr Kunde bekommt eine E-Mail mit einem Portal-Link.

Fälle ohne hinterlegte E-Mail-Adresse werden übersprungen und Ihnen gemeldet.

Die Liste unterliegt Ihrem Standort-Zugriff: Wer nicht alle Standorte sieht, sieht auch hier nur seine.

Wie Ihr Kunde antwortet

Alles unverändert. Der Stichtag rückt um ein Intervall vor, der Fall bleibt abgeschlossen. Die Bestätigung landet im Verlauf.

Änderungen melden. Der Fall geht auf Aktion nötig, das Portal wird beschreibbar, Ihr Kunde kann korrigieren und ergänzen. Danach prüfen Sie erneut und geben frei.

Ein sinnvolles Intervall wählen

Das Gesetz nennt keine feste Frist — verlangt ist ein risikoorientierter Ansatz. In der Praxis bewährt:

Risikoprofil des Kundentyps Intervall
niedrig, etwa inländische Einzelunternehmer 36 Monate
normal, etwa inländische GmbH 24 Monate
erhöht, etwa ausländische Gesellschaften 12 Monate

Bei Fällen mit verstärkten Sorgfaltspflichten greift ohnehin der 12-Monats-Deckel.

Gut zu wissen

Beendete Geschäftsbeziehungen werden nicht mehr geplant. Wer beendet, nimmt den Fall damit auch aus der Wiedervorlage.

Der Stichtag hängt am Kundentyp, nicht am Fall. Ändern Sie das Intervall, wirkt das auf künftige Freigaben, nicht rückwirkend auf bereits geplante Termine.

Die Antwort des Kunden ist ein Nachweis. Auch ein „alles unverändert" ist dokumentierte laufende Überwachung — genau das, was in einer Prüfung verlangt wird.

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